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Aktuelle Entwicklungen im KMU-M&A-Markt der DACH-Region – H2 2024 und Ausblick auf H1 2025

19. Februar 2026

Markt im Wandel, Chancen für gut vorbereitete Unternehmen

Stabilisierung auf hohem Niveau


Erstmals seit 2022 ist im KMU-M&A-Markt der DACH-Region ein leichter Rückgang der gemeldeten Transaktionen zu beobachten. Die Käuferseite verzeichnete ein Minus von 3 %, die Verkäuferseite einen Rückgang von 4 %. Betrachtet man jedoch den starken Anstieg in den Jahren zuvor, deutet diese Entwicklung weniger auf eine Trendumkehr, sondern vielmehr auf eine Stabilisierung auf hohem Niveau hin.


Die Analyse zeigt, dass der Markt in eine ausgewogenere Phase übergeht, wobei für das erste Halbjahr 2025 mehr Anzeichen für Wachstum als für Rückgang bestehen.


Branchenverteilung der Transaktionen: Wachstumsimpulse in Schlüsselindustrien


Besonders deutlich war der Anstieg der Transaktionen in den Sektoren Automotive, Transport & Logistik sowie Gesundheitswesen & Pharma. Im Gegensatz dazu verzeichnete der Sektor Software-Entwicklung einen Rückgang.


Transaktionsvolumen: Fokus auf kleinere Deals


Die Mehrheit der Transaktionen (59 %) lag unter 5 Mio. EUR, wobei 36 % ein Volumen von unter 2,5 Mio. EUR aufwiesen. Nur 21 % der Deals überschritten die Marke von 10 Mio. EUR. Beim Umsatz der Zielunternehmen lag der Schwerpunkt im Bereich 1 bis 3 Mio. EUR (33 %), gefolgt von Unternehmen mit mehr als 10 Mio. EUR Umsatz (28 %).


EBITDA-Multiplikatoren: Rückgang auf durchschnittlich 5,55


Der durchschnittliche EBITDA-Multiplikator aller Branchen ist leicht auf 5,55 gefallen. Die Bandbreite reicht von 2,9 (Einzelhandel) bis 8,7 (Software-Entwicklung).


Unternehmensgröße beeinflusst Bewertung signifikant


Die Größe des Unternehmens (gemessen am EBITDA) hat erheblichen Einfluss auf den Multiplikator. Je kleiner das Unternehmen, desto höher das Risiko und desto niedriger der bezahlte Multiplikator.


Ein Unternehmen mit 10 Mio. EUR EBITDA erzielt einen Multiplikator, der 72 % höher liegt als jener für ein Unternehmen mit 200.000 EUR EBITDA.


Erfolgsquoten und Abbruchgründe im Verkaufsprozess


Etwa 62 % der Verkaufsmandate führten letztlich zu einer erfolgreichen Transaktion. Im Durchschnitt interessieren sich 10 ernsthafte Käufer für ein vorbereitetes Unternehmen. Dennoch scheitern viele Prozesse vorzeitig.


Hauptgründe für das Scheitern von Transaktionen:


  • Unrealistische Bewertungserwartungen der Verkäufer (68 %)


  • Veränderungen der Marktbedingungen (24 %)


  • Unzureichende Kommunikation und Transparenz


  • Fehlende Finanzierungsoptionen


  • Ineffizienter Due-Diligence-Prozess


  • Regulatorische oder Compliance-Probleme


Fazit: Markt im Wandel, Chancen für gut vorbereitete Unternehmen


Trotz eines leichten Rückgangs an Transaktionen ist der KMU-M&A-Markt in der DACH-Region weiterhin dynamisch. Besonders stark nachgefragt sind Unternehmen aus wachstumsstarken Branchen mit soliden Umsätzen und einer realistischen Bewertung. Wer sich frühzeitig professionell vorbereitet, kann auch im aktuellen Umfeld attraktive Multiples erzielen.


Die nächsten Monate werden zeigen, ob sich die beobachtete Marktberuhigung als nachhaltige Konsolidierung oder als Zwischenschritt zu einer neuen Wachstumsphase erweist.